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Widerrufsbutton: Doliva kritisiert gesetzliche Detailsteuerung

Mit der elektronischen Widerrufsfunktion gelten neue Anforderungen für bestimmte online geschlossene Verbraucherverträge.
Essen – Mit der elektronischen Widerrufsfunktion gelten neue Anforderungen für bestimmte online geschlossene Verbraucherverträge. Alexander Doliva, Geschäftsführer von VIA X Mobility & Commerce, hält einen einfachen Widerruf für richtig, kritisiert jedoch die zunehmende gesetzliche Detailsteuerung digitaler Geschäftsprozesse.
Die in § 356a BGB geregelte elektronische Widerrufsfunktion verpflichtet betroffene Anbieter, während der Widerrufsfrist eine leicht zugängliche Möglichkeit zur Abgabe der Widerrufserklärung bereitzustellen. Für Doliva zeigt sich darin das Spannungsfeld zwischen berechtigten Verbraucherinteressen und unternehmerischer Freiheit bei der Umsetzung.
Alexander Doliva, Geschäftsführer der VIA X Mobility and Commerce
Alexander Doliva, Geschäftsführer der VIA X Mobility and Commerce„Dass ein Vertrag unkompliziert widerrufen werden können muss, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dass der Gesetzgeber dafür zunehmend die Benutzeroberfläche mitgestalten möchte, ist eine andere Frage. Verbraucherschutz wird nicht automatisch besser, nur weil die Vorschrift detaillierter wird“, erklärt Alexander Doliva, Geschäftsführer von VIA X Mobility & Commerce.
Für VIA X Mobility & Commerce ist die Frage unmittelbar relevant: Das Unternehmen entwickelt ein integriertes Plattformkonzept, das das Entdecken und Handeln besonderer Gegenstände mit der Organisation geeigneter Transporte verbindet. Gerade bei solchen Abläufen müssen Verbraucherrechte einfach verständlich bleiben. Doliva sieht darin einen Gestaltungsauftrag für das Produkt – nicht den Beweis, dass jeder zusätzliche gesetzlich vorgeschriebene Klick ein Fortschritt ist.
„Gerade weil wir Handel und Transport in einem digitalen Ökosystem zusammenführen wollen, müssen die Abläufe für Verbraucher klar und nachvollziehbar sein. Wir setzen auf verständliche Prozesse. Dass man dafür jedes Detail gesetzlich vorschreiben muss, halte ich allerdings für eine ziemlich fragwürdige Schlussfolgerung“, so Alexander Doliva.
